Arbeitsschutzgesetz: Die Gefährdungsbeurteilung ist Pflicht

Das Arbeitsschutzgesetz schreibt eine Gefährdungsbeurteilung verbindlich für alle Arbeitnehmer vor. Sie sind nach dem Arbeitsschutzgesetz und gemäß §5 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) dazu verpflichtet, Gefährdungen für die Gesundheit von Mitarbeiter-/innen zu beurteilen. Anschließend müssen Maßnahmen festgelegt und umgesetzt werden, um diese Gefährdungen zu beseitigen oder zumindest zu vermindern. Doch was genau fordert das Arbeitsschutzgesetz für eine Gefährdungsbeurteilung? In diesem Artikel erfahren Sie es.

Der Aufbau einer Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz

Es gibt keinen gesetzlich vorgeschriebenen Aufbau einer Gefährdungsbeurteilung. Auch das Arbeitsschutzgesetz legt das nicht fest. Wenn Sie eine Gefährdungsbeurteilung erstellen ist es jedoch sinnvoll, sich an dem Rahmen zu orientieren, den die Berufsgenossenschaften vorgeben. Zu den wichtigen Punkten gehören unter anderem:

  • Der allgemeine Umgang mit Fragen des Arbeitsschutzes sowie das interne Bewusstsein des Unternehmers für dieses Thema.

  • Das Vorhandensein einer sicherheitstechnischen- und betriebsmedizinischen Betreuung.

  • Flucht- und Rettungspläne.

  • Maßnahmen zum Brandschutz und zur Elektrosicherheit.

  • Regelmäßig durchgeführte Mitarbeiterunterweisungen.

  • Die Beurteilung konkreter Arbeitsplätze hinsichtlich Gefahren wie Absturz, Stolpern, Ausrutschen, etc.

  • So genannte „besondere Gefährdungen“ (beispielsweise starke Hitze oder Kälte, eine Belastung durch Strahlen oder helles Licht).

  • Gesundheitsschädliche Gefahrenstoffe.

  • Gefährdungen durch Maschinen (beispielsweise Quetschungen oder Schnittverletzungen an Werkzeugen) sowie eine psychische Gefährdungsbeurteilung.

Wer nach den Auflagen des Arbeitsschutzgesetzes eine Gefährdungsbeurteilung erstellen möchte, hat also durchaus komplexe Aufgaben vor sich. Besonders einfach geht die Erstellung einer dem Arbeitsschutzgesetz entsprechenden Gefährdungsbeurteilung mit der digitalen Gefährdungsbeurteilung von Arbeitssicherheit-sofort. Sie werden Schritt für Schritt durch den Prozess geführt, sodass Sie nichts übersehen.

Jetzt über digitale Gefährdungsbeurteilung informieren

Wie lange dauert die Erstellung einer mit dem Arbeitsschutzgesetz konformen Gefährdungsbeurteilung?

Im §5 Absatz II des Arbeitsschutzgesetzes schreibt der Gesetzgeber vor, dass Arbeitgeber die Gefährdungsbeurteilung je nach Art der Tätigkeiten vorzunehmen haben. Der Aufwand vergrößert sich je mehr Arbeitsplätze Sie in Ihrem Unternehmen haben. So müssen Sie beispielsweise für die Arbeitsstätte einer Verkäuferin und eines Lagerarbeiters zwei unterschiedliche Gefährdungsbeurteilungen erstellen, Selbst wenn Sie im gleichen Betrieb und sogar in der gleichen Betriebsstelle arbeiten.
Der Grund: Das Profil dieser beiden Tätigkeiten ist sehr verschieden. Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen hingegen, ist die Gefährdungsbeurteilung für mehrere Tätigkeiten identisch durchzuführen. Ob Tätigkeiten miteinander vergleichbar sind oder nicht, sollten Sie nach gesundem Menschenverstand einschätzen. Mit der digitalen Gefährdungsbeurteilung von Arbeitssicherheit-sofort werden Sie Schritt für Schritt durch unterschiedliche Arbeitsbereiche und Tätigkeitsfelder an ihren Betriebstätten geführt.

  • Haben Sie beispielsweise eine Autowerkstatt mit einem Außengelände und einem Büro, können Sie mit der digitalen Gefährdungsbeurteilung die Gefährdungen für Mitarbeiter-/ innen an diesen drei verschiedenen Arbeitsstätten analysieren.

  • Arbeiten Ihre Beschäftigten in einem Verkaufsraum und in einem dazugehörigen Materiallager, können Sie ebenfalls für beide Räumlichkeiten die unterschiedlichen Gefährdungen beurteilen.

Unsere Mission ist es, die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz für den Arbeitgeber so schnell und unkompliziert wie möglich zu machen.

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So gewinnt Ihre Gefährdungsbeurteilung Rechtssicherheit nach dem Arbeitsschutzgesetz

Es ist nicht ausreichend, wenn Sie als Arbeitgeber die Gefährdungen beurteilen. Sie sind nach dem Arbeitsschutzgesetz dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, Verantwortliche zu bestimmen und Umsetzungszeitpunkte zu definieren. Anders gesagt: Die Beurteilung der Gefährdungen ist nur der Anfang, danach beginnt die Arbeit.

Die gute Nachricht: Der Gesetzgeber verlangt von Ihnen als Arbeitgeber nicht, dass alles sofort und perfekt umgesetzt werden muss – außer Ihre Beschäftigten befinden sich in Lebensgefahr oder es besteht die unmittelbare Gefahr schwerer Verletzungen.

Wenn bei einer Kontrolle durch die Berufsgenossenschaft nach einer Gefährdungsbeurteilung gefragt wird, ist es wichtig, das Sie bereits einen festen Umsetzungsplan definiert haben.

Durch einen solchen Umsetzungsplan gewinnt Ihre Gefährdungsbeurteilung Rechtssicherheit nach dem Arbeitsschutzgesetzt.