Gefährdungsbeurteilung erstellen: so setzen Sie die richtigen Prioritäten

Wenn Sie eine Gefährdungsbeurteilung erstellen sind Sie nach § 5 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) dazu angehalten, alle Gefährdungen für Ihre Mitarbeiter/-innen aufzulisten. Wenn Sie das gewissenhaft tun, haben Sie schnell eine lange, unübersichtliche Liste. Entsprechend gilt es, Gefährdungen nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren möglichen Auswirkungen zu priorisieren. Doch wie geht das? Wann ist die Eintrittswahrscheinlichkeit hoch, wann niedrig? Und wie priorisieren Sie Gefährdungen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit niedrig, aber deren potenzielle Auswirkungen groß sind? In diesem Artikel erfahren Sie es.

Gefährdungsbeurteilung erstellen: Warum Prioritäten setzen?

Wenn Sie eine Gefährdungsbeurteilung erstellen, werden Sie schnell merken, dass Sie von der Vielzahl möglicher Gefährdungen überfordert sind. Genau deshalb ist es notwendig, Prioritäten zu setzen. Bei einer Kontrolle durch die Berufsgenossenschaft wird nicht geprüft, ob Sie wirklich alle potenziell gefährlichen Kleinigkeiten berücksichtigt haben. Vielmehr wird geprüft, ob Sie Gefährdungen für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter/-innen systematisch erfasst, bewertet und priorisiert haben.

  • Listen Sie dazu zunächst alle Gefährdungen auf, welche die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter/-innen beeinträchtigen könnten. Die digitale Gefährdungsbeurteilung von Arbeitssicherheit-sofort systematisiert und vereinfacht diesen Prozess für Sie. Sie werden Schritt für Schritt durch den Beurteilungs- und Analyseprozess geführt.

  • Benennen Sie Verantwortlichkeiten und Zeitpunkte für die Umsetzung. Dies können Sie in der Gefährdungsbeurteilungssoftware von Arbeitssicherheit-sofort mit wenigen Klicks tun.

Beginnen Sie anschließend damit, Maßnahmen für die Gefährdungen umzusetzen, die in Ihrer Prioritätenliste ganz oben stehen.

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So bestimmen Sie die Eintrittswahrscheinlichkeit von Gefährdungen

Sicherlich, es gibt unzählige Statistiken, die Sie auswerten können. Aber das ist nicht im Sinne des Gesetzgebers. Wichtig ist es, dass Sie sich – auch unter Einbeziehung Ihrer Beschäftigten – darüber Gedanken machen, wie wahrscheinlich es ist, dass eine bestimmte Gefährdung eintritt. Hier eine Faustregel:

  • Niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit: Eine Gefährdung besteht, Sie können sich aber nur sehr schwer vorstellen, dass diese auch wirklich eintritt. Wenn Sie sagen, „das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie hier etwas passieren sollte“, spricht vieles dafür, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit niedrig ist.

  • Mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit: Wenn Sie das Gefühl haben, einem Laien könnte schnell etwas passieren und es bedarf einer bestimmten Einarbeitung damit eine Gefährdung nicht eintritt, spricht vieles dafür, dass es sich um eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit handelt.

  • Hohe Eintrittswahrscheinlichkeit: Sie haben das Gefühl, dass eine Gefährdung nur dann zu vermeiden ist, wenn alle Mitarbeiter/-innen sich konzentrieren und eine hohe fachliche Disziplin an den Tag legen? Dann spricht vieles für eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit. Denn schnell einmal ist jemand unkonzentriert oder übersieht einen wichtigen Punkt auf einer Checkliste.

Das ist nur eine Faustregel. Ein Ziel von Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitssicherheit ist es, die Eintrittswahrscheinlichkeit von Gefährdungen systematisch zu senken. Arbeitssicherheit-sofort-Software zur Gefährdungsbeurteilung listet Ihnen konkreten Maßnahmen auf, mit denen Sie die Eintrittswahrscheinlichkeit jeder Gefährdung systematisch senken können.

Die Auswirkungen einer Gefährdung beurteilen

Wenn Sie die möglichen Schäden beurteilen, geht es stets darum, den maximal anzunehmenden Schaden einzuschätzen. Nehmen wir an, eine Mitarbeiterin von Ihnen schneidet sich am DIN-A4-Kopierpapier. Was ist die schlimmste anzunehmende Auswirkung? Wahrscheinlich eine kleine Schnittverletzung. Zwar ist es theoretisch auch denkbar, dass Ihre Mitarbeiterin abrutscht, eine lebenswichtige Ader verletzt wird und sie verblutet. Aber das ist nach normalem Menschenverstand ausgeschlossen. Und was, denken Sie, ist die schlimmste anzunehmende Folge eines Leitersturzes aus zwei Metern Höhe? Tatsächlich – das beweisen unzählige Unfälle im jedem Jahr – kann ein solcher Sturz tödlich sein, auch wenn er in der Mehrzahl aller Fälle glimpflich verläuft. Die Höhe des zu erwartenden Schadens ist ein Grund dafür, dass es in Flugzeugen so viele Sicherheitsvorkehrungen gibt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Flugzeugunglücks ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesenkt worden, trotzdem sind die Sicherheitsmaßnahmen verschärft worden. Dieses Denken gilt auch bei Ihnen im Unternehmen:

  • Selbst wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Gefährdung niedrig ist, die Auswirkungen aber für einen potentiellen sehr hohen Schaden sorgt, sollte diese Gefährdung auf Ihrer Prioritätenliste ganz oben stehen.

  • Eine Gefährdung mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit und hohem potenziellen Schaden sollte in Ihrer Prioritätenliste noch weiter oben stehen.

  • Durch Maßnahmen zur Arbeitssicherheit können Sie dafür sorgen, dass potenzielle Folgen von Gefährdungen niedriger sind.

Diesem Zweck dienen beispielsweise Auffangnetze an Gerüsten oder bei Bauarbeiten. Selbst wenn der Absturz eines Beschäftigten aus großer Höhe nicht gänzlich verhindert werden kann, sorgen die Auffangnetze dafür, dass die Auswirkungen gering bleiben. Die Gefährdungsbeurteilung von Arbeitssicherheit-sofort hilft Ihnen, konkrete Maßnahmen zu finden, die eine potenzielle Schadenshöhe vermindern.

Gefährdungen priorisieren Mit Hilfe Ihrer neuen Gefährdungsbeurteilungssoftware

Die Gefährdungsbeurteilungssoftware von ‚Arbeitssicherheit-sofort unterstützt Sie dabei, eine Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) sowie der DGUV 2 durchzuführen.

  • Sie werden Schritt für Schritt durch mögliche Gefährdungen durchgeführt, damit Sie keine wesentlichen Gefährdungen für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter/innen übersehen.

  • Die Software unterstützt Sie dabei, die Eintrittswahrscheinlichkeit und die möglichen Auswirkungen von Gefährdungen einzuschätzen und eine nach Prioritäten sortierte Liste aller Gefährdungen aufzustellen.

  • Zu jeder Gefährdung finden Sie Maßnahmen, mit denen Sie die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkung jeder Gefährdung minimieren können. Tragen Sie einfach den Namen der Verantwortlichen für die Maßnahme ein, setzen Sie ein Datum für die Umsetzung und für die Kontrolle. Fertig.

Die Online-Gefährdungsbeurteilung unterstützt Sie, die richtigen Prioritäten zu setzen und die richtigen Maßnahmen einzuleiten, um Gefährdungen für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter/-innen sättigt in einem Schritt zu senken.

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