Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen: Darauf sollten Sie achten

Eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist für Arbeitgeber wichtig, um Ausfälle von Beschäftigten durch ein Burn-Out oder andere psychische Erkrankungen zu verhindern. Diese psychische Gefährdungsbeurteilung ist ein wichtiger Teil, wenn Sie eine Gefährdungsbeurteilung erstellen. Sie listen darin alle möglichen Gefährdungsfaktoren auf und bewertet, in wieweit diese zutreffen. Denn bei einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen geht es nicht darum, dass Sie Arbeitende um intimste Auskünfte ihrer psychischen Verfassung bitten (was rechtlich auch nicht möglich ist), sondern darum, Maßnahmen zu erarbeiten, um potenzielle psychische Belastungsfaktoren zu vermindern. Wichtig: Sie werden es damit nicht schaffen, einen 100 prozentigen Schutz gegen psychische Erkrankungen zu bieten. Dazu sind diese zu komplex. Aber Sie können Beschäftigten ein Umfeld bieten, in dem diese möglichst geringen psychischen Belastungsfaktoren ausgesetzt werden.

Gefährdungsbeurteilung: Auf welche psychischen Belastungsfaktoren müssen Sie achten?

In einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungsfaktoren werden systematisch Gefährdungen erhoben, die nach dem jüngsten Stand der wissenschaftlichen Forschung als besonders förderlich für psychische Erkrankungen gelten. Dazu gehören die Folgenden:

  • Stress durch dauerhafte Überlastung: Stress ist grundsätzlich nichts Negatives. Wenn sie einer betriebsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung  unterliegen, werden Sie von Ihrem Betriebsarzt, häufiger hören, dass ein gewisses Maß an Stress sogar förderlich ist. Wenn jedoch Mitarbeiter/-innen dauerhaft oberhalb ihrer Belastungsgrenzen beansprucht werden, dreht sich dieser Stress ins Negative. Die dauerhafte Überlastung gehört damit zu den wichtigsten psychischen Belastungsfaktoren.

  • Zwischenmenschliche Spannungen zwischen Beschäftigten untereinander bzw. Führungskräften und Beschäftigten: Experten sind sich einig, dass zwischenmenschliche Beziehungen für Beschäftigte äußerst belastend sein können, ja sogar häufig einen Grund für ein Burn-Out darstellen. Zu den psychischen Belastungsfaktoren dieser Kategorie gehört beispielsweise Mobbing am Arbeitsplatz, eine unfaire Leistungsbewertung durch Vorgesetzte oder einfach eine generell durch Spannung und Unhöflichkeit geprägte Arbeitsatmosphäre.

  • Über- beziehungsweise Unterforderung von Beschäftigten. Wenn Mitarbeiter/-innen Tätigkeiten erbringen, die weit unterhalb ihrer Qualifikationen liegen oder außerhalb ihres Kompetenzfeldes, kann sich dies zu einer psychischen Belastung entwickeln. In einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen wird deshalb abgefragt, in wie weit Beschäftigte Tätigkeiten ausführen, denen sie sich gewachsen fühlen und die innerhalb ihres Kompetenzbereichs liegen.

Es gibt noch weitere psychische Gefährdungsbelastungen. In der Gefährdungsbeurteilung von Arbeitssicherheit-sofort werden diese systematisch abgefragt. Diese Gefährdungsbeurteilung können Sie auch in Form einer anonymen Mitarbeiterbefragung durchführen. Dadurch erhalten Sie für Ihre Gefährdungsbeurteilung aufschlussreiche Antworten darüber, inwieweit psychische Belastungsfaktoren bei Mitarbeiter/-innen eine Rolle spielen.

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Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungsfaktoren mithilfe digitaler Tools erkennen

Nach wie vor ist es so, dass Betroffene über psychische Belastungen ungern sprechen. In vielen Branchen und Berufen ist der Hinweis auf eine psychische Erkrankung oder einem Burn-Out sogar nach wie vor ein No-Go. Wenn Vorgesetzte bei einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungsfaktoren diese allein beurteilen, besteht steht die Gefahr, dass das Ergebnis verzerrt wird. Wissen Vorgesetzte wirklich, wie belastend Stressfaktoren und zwischenmenschliche Beziehungen für Beschäftigte sind? Hier bietet sich der Einsatz digitaler Tools an. Durch eine anonyme Befragung im Unternehmen werden psychische Belastungsfaktoren abgefragt. Dabei geht es nicht darum, diese Gefährdungen einzelnen Beschäftigten zu zuordnen, sondern einen Überblick über das Auftreten psychischer Belastungsfaktoren als Ganzes zu gewinnen. Da diese Belastungsfaktoren stets ein ganzes Team, eine Abteilung oder ein Unternehmen insgesamt betreffen, hilft es in der Regel auch wenig, Maßnahmen nur bezogen auf einzelne Beschäftigte zu treffen. Vielmehr bedarf es – gerade bei so genannten „atmosphärischen Spannungen“, Maßnahmen, an denen viele mitwirken. Mit der digitalen Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungsfaktoren von Arbeitssicherheit-sofort gewinnen Sie einen objektiven Überblick. Der Einsatz digitaler Tools sichert eine objektive Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungsfaktoren.