Die Berufsgenossenschaften sollen ihre Kontrollquote erhöhen. Das Arbeitsschutzkontrollgesetz wird aktuell stark diskutiert. Bis 2026 (Hinweis: Quelle Gesetzentwurf der Bundesregierung (Arbeitsschutzkontrollgesetz) soll die Anzahl der kontrollierten Betriebe von aktuell 2,5% auf 5% anzuheben. Dieser Schritt ist längst überfällig. Er bedeutet in der Praxis, dass aktuell 97,9% aller Unternehmen nicht auf die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften hin kontrolliert werden. Deutschland ist damit im europäischen Vergleich Schlusslicht.

Die Erhöhung der Kontrollquote auf 5% bis 2026 heißt jedoch, dass selbst da noch immer 95% aller 25.000 000 Arbeitnehmer in Unternehmen arbeiten, bei denen kein ausreichendes Maß an Arbeitssicherheit durch Kontrollen gewährleistet ist. Dabei wäre die Lösung denkbar einfach: Die Einführung von digitalen Kontrollen durch die Berufsgenossenschaften.

Kontrollen durch die Berufsgenossenschaft: So werden diese momentan durchgeführt

Die Berufsgenossenschaften sind in Deutschland verpflichtet, Unternehmen auf die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften aus dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) zu kontrollieren. Dies erfolgt meistens in mehreren Schritten:

  • Zunächst erhalten Unternehmen einen Auskunftsbogen, den sogenannten „BuS – Nachweis“ (BuS steht für „Betriebsärztliche und Sicherheitstechnische Betreuung“). Darin müssen Sie angeben, welche betriebsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung Sie gewählt haben.

  • Kontrollen durch die Berufsgenossenschaften erfolgen meistens persönlich und vor Ort in Ihrem Betrieb.

  • Bei Mängeln erstellt die Berufsgenossenschaft einen sogenannten „Mängelbericht“. Hier wird aufgelistet, das ein Unternehmen eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen hat und Maßnahmen ergreifen muss, um Gefährdungen zu vermindern bzw. diese zu beseitigen.

In der Praxis sorgt dieses sehr aufwändige analoge Verfahren dafür, dass eine Minderheit von Unternehmen stark und der Rest schwach bis überhaupt nicht kontrolliert wird. Schärfer ausgedrückt: Es sorgt dafür, dass Mitarbeiter in 97,9% aller Unternehmen das Recht auf eine Kontrolle ihrer Arbeitsumgebungen hinsichtlich der Sicherheit verwehrt bleibt.

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Die Lösung: Digitale Kontrollen durch die Berufsgenossenschaften

Die heutigen Kontrollverfahren stammen aus einer analogen Zeit. Digitalisierung macht es möglich. Kontrollen sowohl für Arbeitgeber als auch für die Berufsgenossenschaften sind damit deutlich einfacher, effizienter, schneller und kostengünstiger durchzuführen.

  • Mit Hilfe von Fragebögen und verpflichtende Selbsterklärungen zeigen Unternehmen auf, wie und wann sie die Vorschriften des Arbeitssicherheitsgesetzes erfüllen. Sie können dort beispielsweise angeben, wann Sie die letzte Gefährdungsbeurteilung erstellt haben und wann der Arbeitssicherheitsausschuss (ASA) getagt hat. Unsere Produkte bieten kostenfrei ein digitales, elektronisches Zertifikat, welches Sie selbst unter Angabe der Versicherungsscheinnummer z.B. an Ihre Berufsgenossenschaft übermittelt.

  • Automatisierte Benachrichtigungen weisen Arbeitgeber darauf hin, dass es Zeit ist, beispielsweise eine Gefährdungsbeurteilung routinemäßig zu erneuern (einmal pro Jahr).

  • Unser vollautomatisiertes System überprüft die Vollständigkeit der Unterlagen und stellt Arbeitgebern eine analoge und digitale Bescheinigung aus.

  • Nur die Unternehmen, die sich trotz mehrfacher automatisierter Aufforderung weigern, verpflichtende Angaben zu machen, werden in das bisherige Kontrollsystem der Berufsgenossenschaften überführt.

Eine solche digitale Lösung reduziert den Arbeitsaufwand und die Kosten für alle Beteiligten erheblich. Arbeitgeber können ihre Angaben mit einem Minimum an bürokratischen Aufwand angeben. Berufsgenossenschaften können einen großen Teil ihrer Kontrollen digital automatisieren. Eine digitale Kontrolle durch die Berufsgenossenschaften ist ein zeitgemäßer Weg, um allen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in Deutschland das gleiche Maß an Arbeitssicherheit zu zusichern.

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