Was ist Arbeitsschutzbetreuung?

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Arbeitsschutzbetreuung ist wichtig. Unternehmen haben eine hohe Verantwortung für ihre Beschäftigten bezüglich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Verstoßen die Verantwortlichen im Unternehmen gegen die Vorschriften, kann die Tragweite der Konsequenzen enorm sein. Um Beschäftigte zu schützen, sind Arbeitgeber verpflichtet, die Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes, des Arbeitsschutzgesetzes als auch die DGUV Vorschrift zu befolgen.

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Arbeitsschutzbetreuung schnell und einfach erklärt

Die Arbeitsschutzbetreuung unterstützt und berät Sie bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung sowie der gesetzlich vorgeschriebenen betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung in Ihrem Betrieb. Sie haben die Wahl der sogenannten „Regelbetreuung“ oder der „alternativen Betreuung“. Und schließlich benötigt jedes Unternehmen einen Sicherheitsbeauftragten, der die Arbeitssicherheit mit Ihnen und dem Personal unterstützt und praktiziert. Die einzelnen Bausteine der Arbeitsschutzbetreuung erklären wir Ihnen.

Die betriebsärztliche Betreuung

Die betriebsärztliche Betreuung erfolgt durch einen Betriebsarzt bzw. eine Betriebsärztin. Er oder sie ist für alle Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Ihrem Unternehmen zuständig. Nach dem Arbeitsschutzgesetz (ASIG) sind für die Aufgabe der betrieblichen Betreuung nur Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ oder Fachärzte für Arbeitsmedizin zugelassen.

Die betriebsärztliche Betreuung erfüllt laut Paragraf 3 des Arbeitssicherheitsgesetzes hauptsächlich eine beratende Funktion:

  • Unterstützung bei der Organisation von Erste Hilfe Schulungen für Ihre Mitarbeiter.
  • Er/Sie ermittelt, welche Einflüsse die Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb auf die Gesundheit Ihrer Beschäftigten haben.
  • Umgestaltung von Arbeitszeiten, Pausen und Schichtbetrieb.
  • Unterstützung von Arbeitgebern und Beschäftigten bei Fragen zu physischen, psychischen, hygienischen Problemen und bei Sucht.
  • Gefährdungsbeurteilung für Mutterschutz.

Arbeitsmediziner*innen beraten Unternehmer und Beschäftigte auch in der arbeitsmedizinischen Vorsorge, wenn gesundheitliche Einschränkungen drohen. Beispielsweise durch problematische Stoffe, Lärm, Infektionen Stress usw.

Er/sie kann auch bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung in Ihrem Betrieb beratend tätig sein.

Sicherheitstechnische Betreuung

Laut Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) hat die Fachkraft für Arbeitssicherheit in der Arbeitsschutzbetreuung die Aufgabe, Sie bei Fragen der Arbeitssicherheit und der Unfallverhütung zu unterstützen. Das Bestellen einer Fachkraft ist in der DGUV Vorschrift 2 festgehalten.

  • Die Fachkraft hilft dabei, Gefahren für die Gesundheit aufzudecken, zu minimieren oder ganz abzustellen.

  • Auch bei Arbeitsplatzumgestaltung oder Neuschaffung von Arbeitsplätzen und dem Ablauf der Tätigkeiten, steht sie/er beratend zur Seite.

  • Die Fachkraft berät Sie in allen sicherheitstechnischen Fragen, beispielsweise wenn neue Maschinen oder Geräte angeschafft werden.

  • Die sicherheitstechnische Betreuung muss die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsmittel auf deren Sicherheit überprüfen.

Sicherheitsbeauftragte

Die Funktion von Sicherheitsbeauftragten können Beschäftigte übernehmen, die zuvor eine spezielle Ausbildung absolviert haben. Diese Beschäftigten unterstützen Sie als Unternehmer*in, Arbeitssicherheit zu praktizieren und alle Mitarbeiter miteinzubeziehen.

Sollte eine Betriebsbesichtigung der Berufsgenossenschaft anstehen, ist es ratsam, neben dem Sicherheitsbeauftragten auch die sicherheitstechnische Fachkraft zu informieren und zur Besichtigung einzuladen. Als Unternehmer*in steht Ihnen frei, einen sicherheitstechnischen Dienst oder eine freiberufliche Fachkraft zu verpflichten. Zudem haben Sie die Möglichkeit, entsprechend qualifizierte Beschäftigte als sicherheitstechnische Fachkräfte ausbilden zu lassen.

Persönliche Haftung

Inhaber*innen oder Geschäftsführer*innen von Unternehmen haften persönlich für die Sicherheit von Beschäftigten. Wenn aufgrund von Mängeln oder Verstößen gegen die Betriebssicherheitsverordnung, Brandschutzvorschriften, Gesundheitsschutz, SGB oder des Arbeitssicherheitsgesetzes jemand zu Schaden kommt, beispielsweise durch einen Arbeitsunfall, haften Sie persönlich.

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Welche unterschiedlichen Formen der Arbeitsschutzbetreuung gibt es?

Die Arbeitsschutzbetreuung beruht auf eindeutigen gesetzlichen Grundlagen. Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) ist in der DGUV-Vorschrift 2 genauer erklärt und verankert. In dieser Unfallverhütungsvorschrift für „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (DGUV Vorschrift 2) werden die Anforderungen ihrer Tätigkeit genauer festgelegt.

  • Miteinbezogen in die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung sind Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Verwaltungen.
  • Betriebe oder Institutionen, die die Vorschriften nicht einhalten, müssen mit hohen Bußgeldern rechnen.

Die Grundlage der Betreuung ist die Gefährdungsbeurteilung, in der festgeschrieben steht, welchen Gefährdungen Beschäftigte ausgesetzt sind.

Da jedes Unternehmen einen Betriebsarzt/-ärztin, eine Fachkraft für Arbeitssicherheit und einen Sicherheitsbeauftragten benötigt, gibt es bezüglich dem Ausmaß der Arbeitsschutzbetreuung Unterschiede. Dies hängt vor allem von der Größe des Betriebes ab, denn ein Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten, steht vor anderen sicherheitstechnischen Anforderungen als ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern.

Sie haben als Arbeitgeber laut Unfallverhütungsvorschrift DGUV in der Arbeitsschutzbetreuung drei Betreuungsformen je nach Unternehmensgröße zur Auswahl, die hier näher erklärt werden.

Regelbetreuung für Unternehmen bis zu zehn Mitarbeitern

Diese Betreuungsform ist optimal für Betriebe bis zu zehn Vollzeit- oder zwanzig Teilzeitbeschäftigten. Dabei kann das Unternehmen selbst über das Ausmaß bezüglich Beratung und Betreuung, die es benötigt entscheiden. Sie erhalten eine Grundbetreuung und eine zusätzliche betriebsspezifische Betreuung.

Die Grundbetreuung

Bei diesen Leistungen werden Sie als Unternehmer von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Betriebsarztes/-ärztin unterstützt bei der Erstellung der schriftlichen Gefährdungsbeurteilung.

  • In dieser müssen alle potenziellen Gesundheitsgefahren im Betrieb erfasst und Maßnahmen festgelegt sein, die dazu führen, diese zu beseitigen.
  • Anpassung der Gefährdungsbeurteilung an veränderte Gegebenheiten.
  • Aktualisierung bei großen Veränderungen der Gefährdungen im Betrieb.

In diesem Betreuungsmodell sind keine festen Einsatzzeiten vorgesehen. Dies ist abhängig von den bestehenden Gefährdungen im Betrieb.

Betriebsspezifische Betreuung

Zusätzlich zur Grundbetreuung muss der Betriebsarzt bzw. die -ärztin und die Fachkraft für Arbeitssicherheit gemeinsam besondere Anlässe abdecken, z. B.:

  • Erstellung von Notfall- und Alarmplänen

  • Gestaltung neuer Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe

  • Neu- und Umbauten

  • Untersuchung von Berufskrankheiten und Unfällen

  • Beratung der Mitarbeiter bezüglich Unfall- und Gesundheitsverfahren bei der Arbeit.

  • Wichtige betriebliche Veränderungen, z. B. neue Produkte oder Dienstleistungen.

Regelbetreuung für Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten

Bei diesem Betreuungsmodell gibt es nur einen Unterschied zu der Regelbetreuung für Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten:

Hier sind feste Einsatzzeiten vorgesehen

Laut der DGUV Vorschrift 2 sind feste Einsatzzeiten für Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigen in der Grundbetreuung vorgesehen. Dies ist zudem noch vom individuellen Gefährdungsrisiko im jeweiligen Unternehmen abhängig.

Hierbei unterscheidet man zwischen drei Gefährdungsgruppen.

  • In der ersten Gruppe betragen die Einsatzzeiten 2,5 Stunden pro Jahr und Mitarbeiter/in.
  • In der zweiten Gruppe 1,5 Stunden pro Jahr und Mitarbeiter/in.
  • In der dritten Gruppe nur ½ Stunde im Jahr und je Mitarbeiter/in.

Alternative bedarfsorientierte Betreuung

Alternative bedarfsorientierte Betreuung ist für Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten in bestimmten Branchen und Regionen möglich. Hierbei kann das Unternehmen sich selbst im Arbeits- und Gesundheitsschutz weiterbilden.

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